Hier noch ein paar Worte ergänzend zum Bericht unter History.
Als ich/wir vor 4 Jahren mit diesen Charity-Aktivitäten begonnen haben, hat wohl keiner von uns (ich am allerwenigsten) gedacht wie sich diese Sache entwickeln wird. War es anfangs als Möglichkeit initiert, eher Geld von Sponsoren zu lukrieren, so ist es nun eine Aktivität die, zumindest bei einem Teil von uns, echte Leidenschaft geworden ist.
Es ist sensationell zu sehen, wie sich die einzelnen Charaktere der Teammitglieder im Umgang mit den Betreuten anstellen, wer sich wie an das Thema heran wagt, wo Berührungsängste anfangen und/oder aufhören.
Und zu sehen wie die Betreuten darauf reagieren, wie die Beliebheit der einzelnen Hotkartler in dieser Gruppe ein eindeutiger Spiegel dessen ist, wie sie mit den Betreuten zurecht kommen, wie sie mit ihnen umgehen.
Diese Veranstaltung geht weit über das Doppelsitzerkart-fahren hinaus und selbst das kann hier durchaus als die hohe Kunst des Umgehens mit Passagieren bezeichnet werden. Hier muss die richtige Mischung aus Verantwortungsbewußtsein, Einfühlungsvermögen und Selbstdisziplin gefunden werden, damit es funktioniert. Darum wähle ich sehr sorgfälltig aus, wer wann und zu welchem Zweck am Fahrersitz des Doppelsitzers Platz nimmt. In 3 Jahren Familientage hatten wir noch keinen einzigen Fall von Panik im Kart, keinen Beifahrer (egal welches Behinderungsgrades) der Angst hatte und damit keinen Spaß am erlebten.
Der Applaus davor und danach ist für mich der schönste Lohn dafür, zu sehen welche Freude und Begeisterung wir damit hervor rufen und direkt, ungebremst retour bekommen. Das ist ein Gefühl welches praktisch nicht zu beschreiben ist, das aber nie enden sollte und das, ich traue es mich kaum zuzugeben, mir heuer auch vereinzelt durchaus die Tränen in die Augen getrieben hat.
Die Familientage 2007 waren für mich die intensivsten die ich bisher erlebt habe. Eine Ehrung von Special Olympics Österreich, eine Anstecknadel als Dankeschön von Special Olympics Liechtenstein, die Verpflegung mit der wir, im Laufe des Tages, von denen versorgt wurden, für die wir eigentlich fuhren, all die Umarmungen, das Lachen. Wer kann sich schon vorstellen was er empfindet, wenn er einer 78jährigen Frau einen Pokal übergibt, die im Rollstuhl sitzt und am Nachmittag ihrem Kartfahrer noch gesagt hat er soll schneller fahren, wenn man sieht dass diese Frau sich mit jeder Faser ihres kleinen, zerbrechlichen Körpers freut dass sie diesen Pokal für ihren Mut erhält.
Aber es waren auch die intensivsten was die Tätigkeiten rundherum betrifft, so wurden weitere Event-Pläne geschmiedet, Locations angesehen, Zusammenarbeiten angebahnt usw.
Im Moment kann ich mir auf jeden Fall nicht vorstellen damit aufzuhören. Solange sich diese Art der Unterstützung finanzieren läßt (Danke an die Sponsoren) werde ich/wir sie machen.
In diesem Sinne, speed on, Lexx